Arbeitssieg gegen Lustenau
Der TV Treffelhausen landet einen 34:31 Arbeitssieg gegen den HC Lustenau und siegt damit erstmals in dieser Saison in 2 Spielen hintereinander. In der Böhmenkircher Alb-Sporthalle leisten die Gäste aus Österreich dem TVT über 60 Minuten einen harten Kampf. Die Blau-Weißen zeigten dabei keine Glanzvorstellung wie in den letzten Heimspielen, setzten sich jedoch am Ende durch und bleiben damit zuhause weiter schadlos.
Der TVT musste im Heimspiel auf den erkrankten Jan-Luca Klaus verzichten. Dafür kam für die Partie Lukas Messinger aus seinem Handballruhestand zurück. Zudem gab Jannik Bühler nach seiner Handverletzung sein Saisondebüt und sammelte einige Spielminuten. Zu Spielbeginn wirkten die Blau-Weißen dann noch nicht ganz wach. Im Angriff leistete man sich einige technische Unsauberkeiten und in der Abwehr ließ man immer wieder Durchbrüche in der Mitte oder auf den Halbpositionen zu. Vor allem mit den Rückrauspielern Simon Fritsch und Nico Tomasini hatte die Defensive der Blau-Weißen über 60 Minuten ihre Probleme. Dank einiger Paraden von Dennis Bühler gegen freie Abschlüsse der Vorarlberger bleib das Spiel aber zunächst ausgeglichen (6:6 12.). Nun erhöhte der TVT aber das Tempo und kam über die 1. und 2. Welle gerade über die Außen zu einfachen Toren. So setze sich das Team von der Alb auf 3 Tore ab und zwang den HC Lustenau zu einer ersten Auszeit (11:8. 19.). Mit dieser kam ein Bruch ins Spiel der Blau-Weißen. Vorne nahmen sich die Spieler des TVT überhastete Abschlüsse und in der Abwehr verlor man völlig den Zugriff. So drehte der HC Lustenau zum Entsetzen des Publikums trotz zwischenzeitlicher Unterzahl binnen 5 Minuten das Spiel mit einem 6:0 Lauf (11:14 25.). Vor der Halbzeit fing sich der TVT aber glücklicherweise nochmals. Beim Spielstand von 12:14 hatte dann der TVT wenige Sekunden vor der Halbzeitsirene noch die Chance zum Anschlusstreffer. Der erste erfolgreiche Versuch wurde aufgrund eines Abstandsvergehens der Gäste zurückgepfiffen und es blieb nur noch der direkte Freiwurf. Diesen brachte Nico Sailer an Block und Torhüter vorbei und traf damit zum 13:14 Halbzeitstand.
Den dadurch gewonnenen Schwung nahm der TV Treffelhausen mit in die 2. Halbzeit. Die Blau-Weißen nutzen die durch das Abstandsvergehen gewonnene Überzahl perfekt aus und erzielten in diesen 2 Minuten 3 Treffer in Folge. Zwar konnte der HC Lustenau wenig später nochmals zum 17:17 ausgleichen, im Anschluss setze sich der TVT dann aber ab (21:17 41.). Im Angriff agierte der TVT nun effektiver und kam vor allem über Rechtsaußen Armin Gold, mit 11 Treffern erfolgreichster Schütze des Spiels, regelmäßig zum Torerfolg. Doch in der Defensive fehlte weiterhin die Kompaktheit und es wurden regelmäßig die Zweikämpfe gegen die wendigen Akteure des HC Lustenau verloren. So konnte sich der TVT nicht deutlicher absetzen und der Vorsprung pendelte bis zur Schlussphase zwischen 2 und 5 Toren. In dieser versuchte der HC Lustenau dann alles um doch noch Punkte mit von der Alb zu nehmen. In einer nun hitziger werdenden Partie verpasste es der TVT, eine doppelte Überzahl zu nutzen, kassierte stattdessen zwei Gegentore und hielt die Österreicher dadurch unnötig im Spiel. Der TVT ließ sich zudem von der Hektik des Spiels anstecken und agierte teilweise unclever. So konnte der HC Lustenau 90 Sekunden vor Schluss mit dem Treffer zum 32:30 verkürzen und sorgte damit für Spannung in den Schlussminuten. Doch anders als in Schnaitheim, wo der TVT in einer ähnlichen Situation die Partie noch aus der Hand gab, brachten die Blau-Weißen dieses Mal die Führung über die Zeit und feierten einen 34:31-Heimsieg.
Aufgrund der unkonstanten Leistung im Spiel und einer erneut zu löchrigen Abwehr mit über 30 Gegentoren hielt sich der Jubel über die gewonnenen Punkte in Grenzen. Dennoch zeigt das Team, dass es auch schwierige Spiele, in denen man nicht die gewohnte Leistung abruft, gewinnen kann. So sammelte der TVT 2 weitere Zähler, bleibt im 4. Spiel in Folge unbesiegt und klettert mit nun 11:5 Punkten auf den 4. Tabellenplatz. Um die Serie weiter aufrechtzuhalten muss gerade in der Defensive in den kommenden Wochen eine anderes Gesicht gezeigt werden.
Aufstellung: D. Bühler, Messinger; Baur, J. Bühler, Gold (11/4), Grieser, V. Klaus, K. Nagel, M. Nagel (4), Niederberger (6), Pfeffer, Prinz (1), Sailer (6), Schmid (5), Thum (1), Walddörfer